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Gedankenschleifen stoppen bei emotionaler Abhängigkeit

Gedankenschleifen stoppen bei emotionaler Abhängigkeit

Warum dein Kopf nicht aufhört und was dir wirklich hilft

Im letzten Mini-Online-Retreat kam eine Frage immer wieder auf: „Joleen, wie kann ich dieses ständige Gedankenkreisen um ihn stoppen?“

Wenn du in einer emotionalen Abhängigkeit steckst, kennst du das: Du sitzt da oder liegst im Bett und die Gedanken ballern nur so durch deinen Kopf. Du analysierst jede Nachricht, jede Aussage und fragst dich ständig, was du hättest anders machen können.

Hier möchte ich dir zeigen, warum das passiert und wie du über deinen Körper den „Aus-Schalter“ findest.

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Warum dein Kopf keine Ruhe gibt

Dein Kopf versucht, das Problem rein logisch zu lösen. Aber das funktioniert meistens nicht. Warum? Weil dieses obsessive Gedankenkreisen ein Zeichen dafür ist, dass dein Nervensystem im Überlebensmodus ist.

Für dein System herrscht gerade akute Gefahr. Das „Gedankenfeuern“ ist der verzweifelte Versuch deines Gehirns, wieder Sicherheit herzustellen. Es glaubt, es braucht unbedingt die Verbindung zu diesem einen Mann, um sicher zu sein.

Dahinter steckt oft ein kindliches Erleben: In der Kindheit bedeutete der Verlust der Bezugsperson existenzielle Angst. Auch wenn du als erwachsene Frau heute weißt, dass du ohne ihn überlebst – dein Körper fühlt sich, als ginge es um Leben und Tod. Dein Nervensystem ist dann nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern in der Vergangenheit.

Der Weg raus: vom Kopf in den Körper

Es gibt einen wichtigen Satz von Deb Dana: „Story follows state“. Das heißt: Deine Gedanken folgen deinem inneren Zustand, nicht umgekehrt. Wenn dein Nervensystem auf Alarm steht, produziert es automatisch auch Alarm-Gedanken.

Der wirksamste Weg heraus führt deshalb über die Körperebene. Denn: Du kannst nicht gleichzeitig tief im Spüren und tief im Denken sein. Sobald du in die echte Wahrnehmung gehst, lassen die Gedanken nach.

Hier bekommst du einen 3-Schritte-Plan, um dich aus akuten Gedankenschleifen zu befreien:

Schritt 1: durch Impuls unterbrechen

Um aus dieser fast schon obsessiven Fixierung rauszukommen, brauchst du erst mal einen starken Reiz.

  • Lass ein Gummiband am Handgelenk schnalzen.
  • Sag laut „Stopp!“.
  • Klatsche in die Hände oder halte deine Handgelenke unter eiskaltes Wasser.
  • Beiß in etwas Saures (z. B. eine Zitrone).

Schritt 2: Orientierung im Hier und Jetzt

Wenn der erste Sturm unterbrochen ist, lade dein System ein, im „Heute“ anzukommen. Eine wunderbare Übung ist die Orientierung im Raum:

  • Schau dich ganz bewusst um, dort wo du gerade bist.
  • Drehe den Kopf langsam nach links und rechts, sogar ein Stück über die Schulter. Diese langsame Bewegung aktiviert den Vagusnerv, der dich beruhigt.
  • Betrachte den Raum wie ein Gemälde, das du zum ersten Mal siehst. Such dir etwas Angenehmes, an dem dein Blick hängen bleiben darf.
  • Draußen? Schau in den Himmel! Das Weiten des Blicks wirkt sofort beruhigend. Such nach Figuren in den Wolken, genau wie früher als Kind.

Schritt 3: Die wichtigste Frage stellen

Sobald du spürst, dass es in dir auch nur ein kleines bisschen ruhiger wird, frag dich: „Was brauche ich jetzt?“ oder „Was möchte ich jetzt tun?“

Vielleicht ist es der Anruf bei einer Freundin, vielleicht hast du Hunger oder vielleicht ist es einfach das Bedürfnis, die Spülmaschine jetzt endlich auszuräumen. Der Punkt ist: du triffst jetzt eine bewusste Entscheidung aus einem ruhigeren Zustand heraus.

Kein Zaubermittel, aber ein erster Schritt

Ich weiß, das klingt fast zu einfach für so eine komplexe Situation. Und ja, diese Übungen lösen die emotionale Abhängigkeit nicht über Nacht auf – aber sie holen dich aus der Ohnmacht zurück in deine Handlungsfähigkeit.

Probier es aus! Oft merkst du schon nach einer Minute, wie sich etwas in dir entspannt.

Möchtest du tiefer gehen?

Wenn du lernen willst, dir selbst wieder mehr Halt zu geben, lade ich dich herzlich zu meinem nächsten kostenlosen Mini-Online-Retreat ein: „Loslassen, obwohl dein Herz noch an ihm hängt“. Wir gehen dort gemeinsam ins in die Meditation und ins Spüren.

Du musst nicht perfekt sein. Du darfst einfach du sein. Und das reicht.

Alles Liebe,


Joleen

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und Selbsthilfe. Er ersetzt jedoch keine psychotherapeutische Behandlung oder medizinische Diagnose bei klinischen Krankheitsbildern.

Joleen Böhmert

Beziehungscoach für Frauen

Seit 2021 begleite ich Frauen auf dem Weg aus emotionaler Abhängigkeit, toxischen Dynamiken und On-Off-Beziehungen hin zu mehr innerer Ruhe und gesunden Beziehungen.

Ich habe eine zertifizierte Coaching-Ausbildung absolviert und mich traumaachtsam weitergebildet mit Schwerpunkt Nervensystem, Bindung und innere Anteile.

→ Mehr über mich und meinen Weg erfahren

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